Niedriglöhne sind ungerecht - die Politik der Kanzlerin Merkel spaltet unsere Gesellschaft

In der SZ wird heute über ein internes „Faktenblatt“ aus dem Wirtschaftsministerium berichtet: Beschäftigte mit niedrigen oder mittleren Einkommen können sich heute weniger leisten als vor 20 Jahren. Das Leben von Altenpflegerinnen, Bäckereiverkäufern, Friseurinnen oder Leiharbeitern ist nicht besser geworden. Im Gegenteil. Im Jahr 2015 waren die realen Bruttolöhne von 40 Prozent der Beschäftigten zum Teil deutlich niedriger als im Jahr 1995. Dazu erklärt Sabine Leidig, hessische Spitzenkandidatin der Partei DIE LINKE. zur Bundestagswahl.

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„Um gerechte Bezahlung durchzusetzen, muss der so genannte Arbeitsmarkt wieder reguliert werden. Menschen sind keine Ware! Heute bekommen Beschäftigte in Leiharbeit 20 bis 50 Prozent weniger Geld als fest Eingestellte. Das ändert auch das Leiharbeitsgesetz der Großen Koalition nicht. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - und zwar von der ersten Stunde an - wäre das Mindeste. Die Befristung von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund muss verboten werden. Menschen sind keine Verfügungsmasse! Wir brauchen einen höheren Mindestlohn und schließlich muss die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen auf Verlangen der Gewerkschaften durchgesetzt werden, damit sich Konzerne wie z.B. Amazon nicht ausklinken können.

Die Regierungspolitik der vergangenen 20 Jahre hat die Lage der Ärmeren verschlechtert und die Reichen reicher gemacht. Bundeskanzlerin Merkel verspricht das ‚weiter so‘. DIE LINKE hält dagegen, weil soziale Spaltung keine gute Perspektive ist. Zwar haben die Gewerkschaften zuletzt wieder wirkliche Lohnsteigerungen durchgesetzt, aber nur gut die Hälfte (56 %) arbeitet noch in tarifgebundenen Betrieben. Und ein durchschnittliches Plus von 2,3 Prozent im Jahr 2016 reicht nicht, wenn die Preise um durchschnittlich 1,9 Prozent steigen und vor allem Mieten und Energie deutlich teurer werden. Wirklich fette Zuwächse gab es bei den Spitzeneinkommen der Manager, Bankvorstände und Unternehmensberater. Die Vorstandbezüge der Top-Manager wurden seit der Jahrtausendwende verdoppelt! Wir fordern eine Politik für gute Arbeit und faire Löhne – und die ist nur mit der LINKEN zu haben.“