Die Newroz-Feiern sind politische Manifestation für demokratische Selbstbestimmung!

"Die kurdische Demokratiebewegung braucht unser Augenmerk - hier wächst eine Alternative gegen Despotie, Krieg und Vertreibung, die Erdogan zertrampelt will", so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

Vom 20. bis zum 23. März wird Sabine Leidig, MdB der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Newroz-Feiern kurdische Städte in der Türkei besuchen. Dabei sind unter anderen folgende zwei Stationen vorgesehen.

Montag, 21. März: Ein Besuch in der Stadt Diyarbakir. Dort erfolgen Begegnungen und Gespräche mit Verantwortlichen der HDP, mit Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertretern und mit Opfern der Angriffe der türkischen Armee.

Türkei

 

Dienstag, 22. März: Besuch der Stadt Cizre an der syrischen Grenze, in der nach wochenlangen Ausgangssperren und Bombenangriffen der türkischen Armee mit vielen zivilen Todesopfern an diesem Tag eine große Protestkundgebung gegen die anhaltenden Bürger- und Menschenrechtsverletzungen stattfinden soll.

Dazu erklärt Sabine Leidig: „Es scheint, dass die türkische Regierung die traditionellen Newroz-Feiern 2016 durch ein generelles Verbot zu kriminalisieren versucht - umso mehr brauchen die Menschen in den kurdischen Städten öffentliche Aufmerksamkeit und demokratische Unterstützung.

Das diesjährige Neujahrsfest (Newroz) findet in einer Situation statt, in der das türkische AKP-Regime einen neuen Bürgerkrieg gegen die kurdische Bevölkerung begonnen hat, um seine Macht zu erhalten. Kurdische Städte wie Cizîr (türk.Cizre), Sûr in Amed oder Silopî werden belagert und mit Artillerie beschossen. In den Städten herrscht der Ausnahmezustand des türkischen Militärs und der Panzer.

Auf zivilgesellschaftliche Kritik, von über 1.000 ‚Akademiker_innen für den Frieden‘ reagiert der türkische Staat mit dem Vorwurf der ‚Unterstützung des Terrorismus‘. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden verhaftet, ihnen drohen Entlassungen und Arbeitsverbote an türkischen Universitäten. Regierungskritische Journalistinnen und Journalisten sind von diesen Einschränken der Meinungsfreiheit schon länger betroffen.

Selbst in Syrien greift die Türkei die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten militärisch an.“

Weitere Informationen über Eindrücke von vor Ort, Gespräche und Treffen von Sabine Leidig können Sie über die Mobilfunknummer 01601852519 nachfragen.