Stop the bullshit - Honeywell Maintal!

14.11.2017 Pressemitteilung von Sabine Leidig

Die Hessische Bundestagsabgeordnete Sabin Leidig (DIE LINKE) unterstützt die Beschäftigten im Kampf um ihre Arbeitsplätze. Sie traf sich heute mit Mitgliedern des Betriebsrates und Vertrauensleuten von Honeywell, vor Ort in Maintal, am Bahnübergang Hanau-Wilhelmsbad:

„Vor einem Jahr erfuhren die etwa 100 Beschäftigten von Honeywell, dass die Konzernchefs in USA den Standort in Hanau/Maintal dicht machen wollen. Warum? Um nur noch in Niedriglohnländern produzieren zu lassen und damit den Aktionären eine Freude zu machen.

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Am Bahnübergang Hanau-Wilhelmsbad; v.l.n.r.: Leidig (MdB), Kortenhoeven (BR-Vorsitzender); Lapp (Betriebsrätin), Fuchs (Sprecher der IGM-Vertrauensleute

Aber sie hatten nicht mit dem Widerstand der IG Metall und der Beschäftigten gerechnet. Inzwischen ist die Werkschließung vom Tisch - aber nicht die "Schrumpfung" auf 30 Mitarbeiter*innen. Ein bisschen weniger bullshit ist nicht genug! Die meisten arbeiten seit vielen Jahren hier und würden mit Mitte 50 kaum angemessene Alternativen finden.

Und: einige Rüstungs-Konversionsprodukte sind volkswirtschaftlich einfach wichtig. Zum Beispiel dieser Radarskanner (weißes "Ei" am Gleis), mit dem Bahnübergänge abgecheckt werden, bevor ein Zug durchrauscht. Etwa 300 davon sind bei der Bahn im Einsatz - der Bedarf ist mindestens doppelt so groß. Nun soll aber der einzige Hersteller (Honeywell Maintal) die Produktion einstellen, damit der Aktienkurs ein paar Punkte steigt. Das ist kapitalistischer Unsinn. Es wäre für die Allgemeinheit viel besser, wenn die Beschäftigten mit ihrer Kompetenz und die DB-AG (das größte öffentliche Unternehmen der Republik) langfristig und planmäßig zusammenarbeiten; niemand müsste Arbeitslosigkeit befürchten und die Infrastruktur der Bahn könnte verlässlich weiter entwickelt werden.“


Leidig sagt zu, mit Anfragen an die Konzernleitung und weiteren Aktivitäten, am Ball zu bleiben - denn auf öffentliche Kritik reagiert diese empfindlich.