Steuermilliarden bedarfsorientiert in die Bahn investieren


Pressemitteilung vom 24. Februar 2014

"Die Pläne des neuen Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD) sind differenziert zu betrachten", so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der aktuellen Forderung mehr Geld für die Schiene bereit zu stellen, da sonst die Infrastruktur der Bahn 'verkomme'.

Leidig weiter: "Doch es ist die DB AG selbst, die ihre Infrastruktur wie folgt 'verkommen' lässt: Gegenüber 1994 wurde das Netz um 7000 Kilometer und die Gleislänge um 16.000 Kilometer reduziert. Es gibt 60.000 weniger Weichen, 9.500 weniger Gleisanschlüsse und 3000 weniger Bahnhöfe.

Zunächst stieg - laut Verkehr in Zahlen - der Modernitätsgrad bis zum Jahr 2003. Er sinkt erst seit der Orientierung auf Börse, Gewinnmaximierung und Global Player-Politik. Meine Bilanz lautet: Zu aller erst ist ein bedarfsorientierter Einsatz der Steuermilliarden erforderlich. Erst dann sollte die Forderung nach mehr Geld kommen, fest gebunden an klare Zielevorgaben wie optimaler Schienenverkehr, mehr Personal, besserer Service und eine Beendigung der Expansion im Ausland."