Hilfeaufruf #soskobane #suruc-helfen

Wir sind in die türkisch-syrische Grenzregion gereist – auf Bitte unserer kurdischen Genoss_innen – um Anteilnahme zu zeigen und (uns) zu informieren….
Was wir gehört und gesehen haben:

1) Den Gefechtslärm in Kobane, wo kurdische Kämpferinnen und Kämpfer den IS-Terroristen Widerstand leisten; türkische Panzer, Polizei und Armee, die scheinbar tatenlos zuschauen und den Widerstand behindern.

2) Die Bürgermeisterin von Suruç* Zühal Ekmez, die von den Anstrengungen berichtet, die Stadt voller Flüchtlinge so zu organisieren, dass alle Zuflucht finden und versorgt werden. Die Stadt Suruç ist eine, in der die kurdische Linke (in der Region BDP / im Nationalparlament HDP) die Mehrheit hat und möglichst vieles direktdemokratisch, sozialökologisch, geschlechtergerecht und multikulturell gestaltet. Ein Dorn im Auge der Herrschenden – eine hoffnungsvolle Alternative für die 99% (nicht nur im Nahen Osten).

3) Flüchtlingscamps, die ehrenamtlich und in Flüchtlingsräten organisiert und selbstbestimmt sind. Solidarität der Bevölkerung und der BDP-„regierten“ Städte macht das bisher möglich. Internationale Hilfsorganisationen sind leider nicht vor Ort. …. ABER: die Genossinnen von der Frauenorganisation lassen keinen Zweifel daran, dass internationale Unterstützung notwendig ist: der (kalte) Winter kommt in wenigen Wochen – bis dahin werden Container gebraucht, Matratzen und Decken. Schon jetzt fehlen die Mittel vor allem für Medikamente, Obst für die vielen Kinder und haltbare Lebensmittel.

Dafür sammeln wir Geld…. um es direkt nach Suruç zu überweisen: für Winterhilfe, dort wo Frauen, Kinder, Kranke und Behinderte Zuflucht finden.

Bitte überweist (steuerlich absetzbar) auf das Konto:
Friedens- und Zukunftswerkstatt
IBAN:
DE 20 5005 0201 0200 0813 90
Verwendungszweck: "Flüchtlingshilfe Suruç"


Gökay Akbulut (Stadträtin, Mannheim), Karin Binder (MdB), Annette Groth (MdB), Heike Hänsel (MdB), Sabine Leidig (MdB), Cansu Özdemir (Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft)

* Stadt/Kreis in der türkischen Provinz Sanliurfa in Südostanatolien (Kurdistan). Die Stadt hat ca. 60.000, der Landkreis rund 100.000 Einwohner. Suruç liegt im Südwesten der Provinz und grenzt an Syrien. Derzeit sind schätzungsweise 50.000 Menschen aus dem syrischen Kobane und den umliegenden Dörfern dorthin geflohen.