Streik bei Amazon: Widerstand gegen TTIP!


Zu den Streiks der Beschäftigten beim Internet Händler amazon erklärt die Bundestagsabgeordnete, Sabine Leidig (Fraktion DIE LINKE), die am Streikstandort Bad Hersfeld mit einem Wahlkreisbüro vertreten ist: 

"An den Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen beim Internethändler amazon können wir schon heute sehen, wie sich US-amerikanische Konzerne das Umgehen und die Beseitigung von Handelshemmnissen vorstellen: Befristungen der Stellen, extremer Leistungsdruck, unzureichende Arbeits- und Pausenregelungen, Knabbern am freien Sonntag. Bezahlt werden die Beschäftigten nach dem für sie weitaus schlechteren Logistiktarif. Sie fordern aber endlich nach dem für sie zutreffenden Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt zu werden.
Schon heute fehlt das politische Wollen bei den Regierungsfraktionen verbindliche, allgemeingültige Sozialstandards festzulegen an denen sich die Unternehmen halten müssen, wenn sie in Deutschland produzieren und verkaufen wollen. Auch beim Thema Mindestlohn zeige sich, wie löchrig und mit vielen Ausnahmen dieser gestaltet wurde. Nur der Druck aus den Betrieben, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen kann hier Nachbesserung bringen.

So müssen es nun die amazon Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Streik selbst in die Hand nehmen, dass sie nach den in Deutschland gültigen Tarifsystemen entlohnt werden.

In ganz großem Stil sind jetzt durch das TTIP Abkommen hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte und Sozialstandards bedroht. In wenigen Tagen fanden sich europaweit schon fast 800 000 Menschen bereit, die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA zu unterstützen - der Streik der Kolleginnen und Kollegen beim Handelsriesen amazon ist ein Teil dieses Widerstandes."