Nach den Massakern von Paris: Entsetzen, Empörung, Handeln! Und nein zum „Krieg gegen den Terror“

images 1 Nach den Terroranschlägen von Paris fühlen wir gemeinsam mit der französischen Gesellschaft Entsetzen und Empörung über diesen blinden und mörderischen Hass.

 Mein Beileid gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Die am Freitagabend ermordeten Menschen wollten mit guten Recht einfach nur Geselligkeit, Kunst und ein freies Leben genießen - Dinge,  die diese Mörder im Namen eines fanatischen Verständnisses von Religion auslöschen wollen.

 Bei all unserer Ergriffenheit und Trauer: Wir müssen uns weigern, dem Terror nachzugeben! Ich lehne eine Gesellschaft der Angst ab, die nach Sündenböcken sucht. Und ganz entschieden stehe    ich als Linke gegen Krieg.

 Die militärischen Antworten, die jetzt angeboten werden, sind genauso falsch wie nach dem 11. September, als der NATO-Bündnisfall ausgerufen wurde, der bis heute nicht beendet wurde.Der IS  ist auch ein Ergebnis dieses “Krieges gegen den Terror“ und nach Afghanistan und Irak sollte klar sein, dass die militärische Antwort das Problem verschärft. Am Montag haben die Luftangriffe von  Amerikanern und Franzosen in Syrien wohl 500 Zivilisten getötet!  

 Nach dem amerikanischen Desaster im Irak und in Afghanistan tragen auch die militärischen Interventionen im Irak, in Libyen, Syrien, Mali, Tschad, Niger und in der Zentralafrikanischen Republik dazu bei, diese Regionen  zu destabilisieren. Sie lösen die Flucht jener Menschen aus, die dann gegen die Festung Europa prallen und deren Leichen an unseren Küsten stranden. Ungleichheiten und Raubzüge zerreißen die Gesellschaften und bringen   sie gegeneinander auf.

Al-Qaida oder Dschihad beziehen ihre unmenschliche Stärke aus diesen Ungerechtigkeiten. Dieser Krieg führt zu keinem Frieden, weil es keinen Frieden ohne Gerechtigkeit gibt. Um diesen Krieg zu beenden, werden unsere Gesellschaften mit ihrer Gier nach Macht, Waffen, Öl, Uran und seltenen Metallen Schluss machen müssen.