„Information verboten!“-§219a Strafgesetzbuch abschaffen
Mittwoch, 7. März 2018, 19:00 - 21:30

 

Anliegen und Ziel der Veranstaltung:

Immer mehr Ärztinnen und Ärzte werden bundesweit wegen einer Verletzung des §219a vor angeklagt und verurteilt. Gleichzeitig wird es vieler Orts immer schwieriger auf legalem Wege einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zulassen. Ärztinnen und Ärzte werden kriminalisiert, Beratungsstellen von militanten Abtreibungsgegnern unter Druck gesetzt und diffamiert.

Gleichzeitig wird eine immer stärker werdende Bewegung sichtbar, die eine Abschaffung des §219a fordert. Im Bundestag gibt es eine rechnerische Mehrheit für die Abschaffung des §219a. In einigen Landesparlamenten gibt es hierzu Bundesratsinitiativen.

Die Auseinandersetzung um den §219a ist eng verbunden mit dem Kampf gegen den §218 und für legale Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruch und der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen.  

Die Veranstaltung soll sowohl einen Überblick über den aktuellen Stand der Auseinandersatzung als auch einen Raum für Vernetzung, Austausch und dem Planen weiterer Aktivitäten bieten. Darüber hinaus soll die Veranstaltung dazu beitragen den Kampf um die Abschaffung des 219a öffentlich zu begleiten.

Wir haben Kassel als Ort gewählt, weil neben der bisher verurteilten Gießener Ärztin, Ärztinnen aus Kassel angeklagt sind. D.h. Hessen spielt für die Entwicklung einer Solidaritätsbewegung eine große Rolle.

Zielgruppen:

Betroffene Ärztinnen und Ärzte, Schwangerenkonfliktberaterinnen, linke Frauenorganisationen, kritische Juristinnen und Juristen, politisch aktive und interessierte Frauen. Mitglieder der LINKEN aus Hessen und Südniedersachsen.

Angestrebte Besucherzahl: 

50 – 70

Struktur und Ablaufplan:

1)  Begrüßung Christine Buchholz, MdB (5 Min)

2)  Einführung in die Thematik (15 Min) Marjana Schott und Nora Szasz (betroffene Ärztin aus Kassel)

2)  Podiumsdiskussion mit kurzen thematischen Inputs (70 Min)

a) Kristina Hänel (betroffene Ärztin aus Gießen)b) Kersten Artus? Pro Familia: Auswirkungen des §219a auf die Schwangerenkonfliktberatungc) Republikanischer Anwaltsverein: juristische und historische Einordnung des §219ad) Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung: Der Kampf gegen den §219a, den §218a und um sexuelle Selbstbestimmung

3)  Schlusswort und Ausblick (15 Min)

Cornelia Möhring, MdB

4)  Raum für Vernetzung mit kleinem Imbiss (45 Min)

Ort Kassel, Hessen