Protest Rheinmetall-Hauptvers.
Dienstag, 8. Mai 2018, 09:00 - 12:00

Rheinmetall entrüsten!

Auf zivile Produkte umstellen! Waffenexporte stoppen!

Für ein effektives Rüstungsexportkontrollgesetz!

MAI 2018, 9.00 UHR

PROTEST-AKTION anlässlich der Hauptversammlung von Rheinmetall

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG treffen sich am 8. Mai zu

ihrer Hauptversammlung in Berlin. Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus.

Rheinmetall besudelt diesen Gedenktag. Die Rüstungsschmiede möchte vergessen machen, dass

sie Teil der Hermann-Göring-Werke war und mit Zehntausenden von Zwangsarbeitern bis zuletzt

für Hitlers Endsieg Kanonen, Munition und Panzerfahrzeuge produziert hat.

Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!

Damals wie heute lohnen sich Kriege

für die Anteilseigner an Rüstungsproduzenten.

2017 stieg der Kurs der

RM-Aktie um 70 Prozent, die Dividende

um 17 Prozent. Die Aktionäre verdienen

sich eine goldene Nase!

Die

Rechnung bezahlen die Menschen,

die unter den Kriegshandlungen

leiden, fliehen müssen und dann als

Flüchtlinge bei uns ankommen. Aktuell

wird mit türkischen Leopard-2-

Panzern im nordsyrischen Afrin völkerrechtswidrig Krieg geführt – die Kanonen stammen von

Rheinmetall. Im Jemen fallen Bomben, die Rheinmetall in Italien produziert hat.

Europas größter Heeresausrüster setzte 2017 mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten

Fahrzeugen und Ausrüstungen über 3 Mrd. Euro um – ein Rekordwert! Um weltweit Aufträge zu

ergattern, hat Rheinmetall geschmiert. Strafen in Höhe von 37 Millionen Euro wegen Bestechung

in Griechenland hat Rheinmetall schon gezahlt. Indien sperrte Rheinmetall für 10 Jahre bis 2022

wegen Bestechungsvorwürfen von Rüstungsaufträgen aus.

DEUTSCHLAND LIEFERT WAFFEN UND MUNITION MITTEN IN KRIEGSGEBIETE

Von einer restriktiven Rüstungsexportpraxis Deutschlands kann keine Rede sein. 2017 belegte

Deutschland laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI Platz 4 in der Welt und Platz

2 in der EU.

Die Große Koalition genehmigte Rheinmetall sogar den Export einer ganzen Panzerfabrik nach

Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung der Menschenrechte.

Bis 2020 sollen dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2 im Wert von 2,7 Milliarden Euro montiert

werden. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.

FÜR EINE SCHLUPFLOCHFREIE RÜSTUNGSEXPORTKONTROLLE!

Der Rüstungsbereich Rheinmetall Defence hat Niederlassungen und Tochtergesellschaften in 20

Ländern auf allen Kontinenten und tätigt rund 75 Prozent des Umsatzes mit Kunden im Ausland.

Waffenlieferungen von Rheinmetall-Tochtergesellschaften richten weltweit Schaden an:

- Im März 2016 wurde in Saudi-Arabien eine Munitionsfabrik eröffnet, geliefert von der

südafrikanischen Rheinmetall-Tochter Denel (RDM). Heute liefert RDM Komponenten an diese

Fabrik. RDM hat nach eigenen Angaben weltweit bereits 39 Munitionsabfüllanlagen geliefert. In

diesen Wochen wird eine neue in Ägypten aufgebaut.

- Auf Sardinien werden Bomben der MK 80 Baureihe von der Rheinmetall-Tochter RWM Italia

hergestellt. Tausende dieser Bomben wurden nach Saudi-Arabien und Abu Dhabi geliefert. Beide

Länder bombardieren damit den Jemen - Tausende toter Zivilisten gehören zu den Folgen.

- Saudi-Arabien setzte im Dezember 2014 Splittergranaten gegen protestierende Zivilisten ein,

wobei fünf von ihnen den Tod fanden. Die Sprengmittel waren Teil einer Lieferung von

Splittergranaten der österreichischen Rheinmetall-Tochter RWM Arges.

- Rheinmetall plant, in Kooperation mit dem türkischen Rüstungsunternehmen BMC, sich an der

Ausschreibung für die Modernisierung von Leopardpanzern und die Herstellung eines türkischen

Kampfpanzers zu beteiligen. Zudem verfolgt Rheinmetall zusammen mit dem staatlichen

türkischen Rüstungsunternehmen MKEK Pläne, gemeinsam Munition zu bauen. Der Konzern

paktiert dabei mit dem Regime Erdogan, welches Krieg gegen die Kurden und in Syrien führt,

politische Gegner ins Gefängnis wirft und dabei ist, ein autokratisches System zu errichten. Mit den

geplanten Fabriken in der Türkei umgeht Rheinmetall drohende Exportverbote in die Türkei.

Wir rufen auf zur Teilnahme an der KUNDGEBUNG:

Rheinmetall entrüsten! Waffenexporte stoppen!

Dienstag, den 8. Mai 2018, 9.00 Uhr

gegenüber Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin-Tiergarten

Redner*innen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. (u.a. Übergabe des Internationalen

Schmähpreises „Black Planet Award“ der Ethecon-Stiftung!)

Aktion Aufschrei –

Stoppt den Waffenhandel!

www.aufschrei-waffenhandel.de

Berliner Initiative:

Legt den Leo an die Kette!

www.leo-kette.de

V.i.S.d.P. Heinz D. Kappei, Jenaerstr. 1, 10717 Berlin

Ort Gegenüber Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin-Tiergarten
www.aufschrei-waffenhandel.de