Die Verhältnisse zum Tanzen zwingen– Zur Aktualität von Marx
Mittwoch, 30. Mai 2018, 19:00 - 22:00

Es ist noch nicht lange her, da wurde Karl Marx zum „toten Hund“ erklärt. Mit dem Niedergang des Realsozialismus 1989-1991 und dem Ende der Systemkonkurrenz wurde von einigen vorschnell das Ende der Geschichte ausgerufen.

Heute ist Karl Marx wieder in aller Munde. Spätestens mit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008ff. erlebte sein Werk eine Renaissance. Ein Ausdruck davon war, dass die UNESCO das Kapital und das Manifest 2013 in das Weltkulturerbe aufgenommen hat.

Aber während der Marx‘schen Analysen der kapitalistischen Produktionsweise in den Feuilletons durchaus eine Relevanz bescheinigen, wird seinem Denken für praktische Politik und für gesellschaftliche Veränderung häufig eine Absage erteilt.

Für DIE LINKE ist das Marx’sche Denken eine wesentliche Grundlage für alltägliche wie grundsätzliche Kämpfe für die Verbesserungen der Lebensbedingungen der Menschen und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen. Darüber wollen wir mit Menschen diskutieren, deren wissenschaftliche und politische Arbeit wesentlich von Marx und seinem Werk geprägt ist: Frank Deppe (em. Prof. Universität Marburg), Sabine Leidig (MdB, Kassel und Berlin) und Jan Schalauske (MdL, Fraktionsvorsitzender Marburger Linke). Moderiert wird die Diskussion von Elisabeth Kula (Stadtverordnete Marburger Linke).

Für uns ist klar: 200 Jahre nach Marx' Geburt erleben wir tagtäglich: Die kapitalistische Produktionsweise ist die Ursache für die großen Probleme und Krisen unserer Zeit: Soziale Ungleichheit, Armut, Elend, Klimazerstörung und Kriege. Es bleibt unser Auftrag alle Verhältnisse zu überwinden, in denen der Mensch ein geknechtetes, ein verächtliches und ein verlassenes Wesen ist.

Ort Technologie- und Tagungszentrum Marburg; Softwarecenter 3; 35037 Marburg
https://ttz-marburg.de/aktuelle_veranstaltungen.html
http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/service-mainmenu-11/newslettertest.html