Dank und Bitte vom Kurdischen Verein Hanau

 

altPresseinformation DIE LINKE. Main-Kinzig, 12.12.2014

Mit Blumen und einem Dossier über die demokratische Autonomieregion Rojava im Norden Syrien, bedankten sich die Mitglieder des Kurdischen Vereins Hanau bei der Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE, Sabine Leidig.
Leidig war im Oktober an die türkisch-syrische Grenze gereist, um Anteilnahme zu zeigen am Schicksal der der Flüchtlinge aus der von den Terrortruppen des "Islamischen Staat" (IS) bedrohten Stadt Kobane.
"Ich konnte mich von der beeindruckenden Solidarität und Selbstorganisation der kurdischen Gemeinden dort überzeugen und habe gesehen, wie wichtig auch unsere Hilfe ist, um die vielen vertriebenen Menschen zu versorgen. Und es ist unübersehbar, dass die Kämpferinnen und Kämpfer der Selbstverteidigungskräfte in Rojava mit Hilfe der PKK den wichtigsten Beitrag dazu leisten, den mörderischen Vormarsch des IS zu stoppen." Unter diesem Eindruck hat Leidig mittlerweile 10.000 Euro gesammelt und als Winterhilfe für die Flüchtlinge aus Kobane überwiesen.


Leidig setzt sich außerdem dafür ein, dass das PKK-Verbot in Deutschland aufgehoben wird. Omer Koyunciser, der Vorsitzende des demokratischen Gesellschaftszentrums der Kurden in Hanau, betonte, dass dieses Verbot und die damit verbundene Kriminalisierung der politisch engagierten Kurdinnen und Kurden ein große Schwierigkeit darstelle. Dabei ist der Friedensprozess in der Türkei selbst seit einigen Jahren gut voran gekommen; die mit der PKK verbundenen linken kurdischen Parteien regieren in vielen Gemeinden im Südosten des Landes und haben dort große Fortschritte bei der sozialen Stabilisierung, Gleichberechtigung der Frauen und kulturellen Vielfalt erreicht. Im Norden Syriens ist diese Modell der demokratischen Autonomie mittlerweile der Hoffnungsträger in einer Region, die von Diktatur, Krieg und religiösem Fanatismus geprägt ist. Gemeinsam mit Emine Pektas, Faize Altig und Hatice Kapan richtete er zugleich ein Bitte an die Bundestagsabgeordnete: auch in Hanau soll eine Solidaritätsgruppe ins Leben gerufen werden, die das Modell Rojava unterstützt - politisch und durch humanitäre Hilfe. Leidig sagte zu, dass sie dazu beitragen wolle. Im Februar sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger Hanaus zur Information und Beratung eingeladen werden.

Spenden für die Geflüchteten aus Kobane werden weiter gesammelt:

Bitte überweist (steuerlich absetzbar) auf das Konto: 
Friedens- und Zukunftswerkstatt
IBAN:
DE 20 5005 0201 0200 0813 90
Verwendungszweck: "Flüchtlingshilfe Suruç"